© BKA / Christopher Dunker
"Der Zivildienst ist eine tragende Säule -
und entscheidend dafür, ob Hilfe ankommt."
Claudia Bauer
Bundesministerin für Europa, Integration und Familie
Warum der Zivildienst Österreich zusammenhält?
Jeden Tag sorgen rund 15.000 Zivildiener dafür, dass in Österreich Hilfe ankommt, wo sie gebraucht wird.
Zivildiener fahren
Rettungseinsätze.
Zivildiener unterstützen
Pflegekräfte.
Zivildiener helfen,
wo Not am Mann ist.
Ohne sie würde vieles stillstehen. Sie dienen Österreich.
Gerade in einer Zeit, in der der Bedarf an Pflege und Betreuung steigt, ist der Zivildienst kein "Extra" – er ist ein unverzichtbarer Teil unserer Versorgung.
Gerade weil in der Pflege permanent Personalmangel herrscht, sind Zivildiener wichtiger als je zuvor.
Genau deswegen machen wir uns – parallel zum Ausbau der Wehrpflicht – für einen Ausbau des Zivildienstes stark.
Deshalb sind wir für eine Verlängerung des Zivildienstes auf bis zu 12 Monate.
Wir sind für eine Verlängerung des Zivildienstes auf bis
zu 12 Monate, weil ...
"Schon heute ist der Zivildienst ein wichtiger Einstieg in den Sozial- und Gesundheitsbereich – viele bleiben danach ehrenamtlich engagiert oder entscheiden sich für eine berufliche Laufbahn in diesem Feld. Genau deshalb wollen wir den Zivildienst und seinen Ausbildungscharakter stärken."
Claudia Bauer Bundesministerin für Europa, Integration und Familie
Notstand vorprogrammiert:
noch längere Wartezeiten
im Notfall
noch mehr Belastung
für Pflegepersonal
weniger Unterstützung
für die Schwächsten
Unser Appell:
- Der Zivildienst hält Österreich zusammen.
- Er sichert Versorgung.
- Er schafft Solidarität und Sicherheit.
Deshalb müssen wir ihn jetzt stärken.
Welche Auswirkungen haben die sinkenden Zivildiener-Zahlen auf die Bundesländer?
Kärnten ist der demografische "Worst Case": Die Zahl der Zivildiener sinkt bis 2042 um rund ein Fünftel (-21 %), während die über 65-jährige Bevölkerung um mehr als ein Drittel (+35 %) wächst. Schon heute ist dort nur rund 79 % des Bedarfs an Zivis gedeckt. Bereits jetzt fehlen über 150 Zivildiener, 2042 werden es fast 300 sein.
Vorarlberg altert am schnellsten. Bis 2042 wächst die Gruppe 65+ um fast 40 %. Gleichzeitig stagniert die Zahl der Zivildiener (-3 %). Heute kommen dort rund 90 Seniorinnen und Senioren auf einen Zivildiener, in Zukunft werden es rechnerisch deutlich über 120 sein. Die Unterstützung pro Kopf schrumpft massiv.
Besonders extrem ist diese Entwicklung im Burgenland: Kommt heute ein Zivildiener auf 179 Pensionistinnen und Pensionisten, sind es 2042 bereits ein Zivildiener auf 307. Das entspricht einer Steigerung um 72 %.
Wien hat mit fast 3.500 Zivildienern die mit Abstand meisten Helfer, über 1.200 davon im Rettungswesen sowie jeweils rund 1.000 in der Sozial- und Behindertenhilfe bzw. in der Altenbetreuung. Fällt hier jeder siebente weg, fehlen der Stadt auf einen Schlag über 400 junge Kräfte. Allein im Rettungsdienst entspricht das einem Ausfall von rund 150 Zivildienern.
Salzburg und Steiermark: In beiden Bundesländern arbeiten besonders viele Zivildiener im Sozial-, Behinderten- und Pflegebereich. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Zivildiener bis 2042 um rund 13 % in der Steiermark bzw. 17 % in Salzburg, während die Zahl der Seniorinnen und Senioren um rund 30 % steigt. Die fehlenden Zivildiener treffen genau jene Bereiche, die mit der Alterung der Gesellschaft deren Bedarf stärksten wächst.
Quelle: Bundeskanzleramt